Wer hört mich, wenn Töne verschwinden? Was sieht das Auge, das in ein pechschwarzes Glasprisma starrt? Was hört das Gehör, wenn es aus Stür-
men schwarzen Lärms auftaucht, der den Soundtrack des mechanisierten-
technifizierten Zeitalters ausmacht? Es blendet aus. Es kann nur überleben, indem es unter die Schallgrenze der Geräuschkulisse taucht. Es hört nur das, was es zur sinnlichen Orientierung braucht. Alles hören ist nichts hören, & nichts hören ist das Trauma des entropischen Schalls. Eine Binsenweisheit. Nur die Wissenschaft bleibt cool und erklärt, dass Licht aus "Korpuskeln" bestehe. Das Mysterium wird entzaubert, indem Wissen qualitativ kippt & seine Doppelnatur preisgibt. Das macht "Formeln" zu Artefakten, die nützlich sein mögen, aber doch nur vorläufige Hilfsmittel sind. Ein Hund hört die Farbe von Toilettenpapier, indem er auf dessen Rascheln reagiert. Geräusche schlucken ozonhaltige Luft. Das Unversöhnliche verflüchtigt sich in technologisch-medialen Kunstprodukten.